GALAPAGOS 08.09. – 07.10.2005

von Barbara Ziegler + Klaus-Peter Harter

1 Tag Quito
14   Tage Tauchen + Landgänge Reina Silvia
11   Tage Erholung mit ein paar Ausflügen Hotel Silberstein auf Santa Cruz

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In Erfüllung eines langgehegten Wunsches wurde dieses hochgelobte Tauchziel von uns zur Walhaisaison besucht. Um es vorwegzunehmen, wir haben leider keinen Walhai gesehen, aber der Aufenthalt hat trotzdem alle Erwartungen übertroffen.
Die Anreise zu den Inseln ist immer mit einem Zwischenstop in Ecuador verbunden, üblicherweise in Quito. Man kann noch spätabends ankommen und am nächsten Morgen gleich weiterfliegen. Wir haben uns für einen Tag Aufenthalt in Quito entschieden und können das nur weiterempfehlen. Es macht die Reise sehr viel entspannter und eine kurze Besichtigung der Altstadt mit ihren historischen Gebäuden und eine Fahrt mit der TeleferiQo (Seilbahn) von knapp 3000m auf etwa 4000m mit einem wunderbaren Ausblick ist einen Tag Aufenthalt allemal wert.

Am nächsten Tag bezogen wir nach schwierigen Verhandlungen wegen der Gebühr für das Übergepäck und einem weiteren kurzen Flug unsere schöne Kabine auf der Reina Silvia. Das Tauchdeck ist leider eine Treppe über dem Wasserspiegel aber geräumig, die drei Zodiaks und die sehr fähige Crew machen das Tauchen alles in allem sehr angenehm.
Unsere Route :
San Cristobal (da der Flughafen Baltra noch wegen Reparatur geschlossen war).

Santa Cruz-   Genovesa – Isabela/Fernandina –  San- Santa- Vorräte auffüllen in Darwin (2 Tage/ 6 TG) + Wolf (1 Tag/ 3TG)- Isabela-Santa Cruz.

Die Tauchgänge allgemein waren wie die Sichtverhältnisse, die Wassertemperatur, die Strömung usw. sehr abwechslungsreich. Einzige Gemeinsamkeit war, daß sie alle vom Zodiak ins Zodiak gingen. Seelöwen, Mantas, Fischschwärme, Schildkröten, Seepferdchen, Muränen, Hammerhaie, Galapagos-Haie, Port-Jackson-Haie, Weißspitzen-Riffhaie, Delfine, Adlerrochen, Mobulas, außer einem Walhai eigentlich alles und von allem mehr als genug (falls es das gibt).

Die eigentliche Überraschung waren aber die Landgänge, von der Unterwasserwelt hatten wir ja schon Fantastisches erwartet. Es ist ein wirklich einmaliges Erlebnis, wilden Tieren an Land zu begegnen, die den Menschen ohne Furcht betrachten. Es ist natürlich kein Streichelzoo, die Tiere haben Ihre persönliche Distanz und zeigen auch sehr deutlich wenn man sie unterschreitet (Vögel hacken; Seelöwenbullen sind sehr mit Vorsicht zu genießen; Land- und Meerechsen machen, na ja, eigentlich gar nichts, sie vertrauen einfach darauf, daß man nicht auf sie drauftritt), aber man kann sich ihnen völlig streßfrei für beide Seiten für Aufnahmen annähern.
   
Bei den Tauchgängen ragen natürlich Darwin und Wolf heraus, man sollte dort einfach so viel Zeit wie nur möglich und erlaubt unter Wasser verbringen. Es schwimmt oft soviel gleichzeitig herum, dass man gar nicht weiß, wo man hingucken soll, Schildkröten und Muränen verkommen absolut zu Statisten.

Cabo Marshall verdient aber durch viele Mantas und, bei einem TG, einen Mobula-Schwarm mit mehr als 500 Tieren auf jeden Fall auch eine Sondererwähnung.

     
Die sich an die Tauchfahrt anschließenden 11 Tage im Hotel haben wir mit viel Nichtstun, unterbrochen von kurzen Zeiten gemäßigter Aktivität verbracht. Um die Insel Santa Cruz “zu sehen” hätte man sicher nicht so lange gebraucht. Man kann dort ein paar interessante Spaziergänge machen, die Darwin-Forschungsstation besuchen, in einer wunderschönen Schlucht und an ein paar Stränden schwimmen und natürlich weiter tauchen oder Tagesausflüge mit Landgängen und Seelöwenschnorcheln (sehr zu empfehlen) machen. Für uns war diese Zeit auf jeden Fall sehr erholsam.